Otto Lederer - Landtagskandidat 2013 Stimmkreis Rosenheim-West

Aktuelle Zahlen zum Thema Asyl - Stand Mai 2016

Hauptherkunftsländer April16Das Thema Asyl beschäftigt nicht nur die Politiker in den Kommunen, im Bayerischen Landtag oder Bundestag. Es beschäftigt natürlich auch Sie, die Bürgerinnen und Bürger, vor Ort.

Um sachlich zu diesem Thema diskutieren zu können, biete ich Ihnen eine Grundlage mit Daten und Fakten aus dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr sowie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Herkunftsländer:

In der aktuellen Grafik sehen Sie die Hauptherkunftsländer der 240.126 Erstantragsteller von Januar bis April 2016. Im Jahr 2015 waren es insgesamt 441.899 Erstanträge.

Aufteilung im April 2016: 48,4% Syrien/Arabische Republik, 14,8% Irak, 12,3% Afghanistan, 4,1% Ungeklärt, 2,7% Iran/Islam. Republik, 1,9% Albanien, 1,6% Pakistan, 1,5% Eritrea, 0,9% Staatenlos, 0,8% Serbien, 11,0% Sonstige.

Aufteilung im März 2016: 50,3% Syrien/Arabische Republik, 14,6% Irak, 11,4% Afghanistan, 4,7% Ungeklärt, 2,5% Iran/Islam. Republik, 1,9% Albanien, 1,6% Pakistan, 1,4% Eritrea, 0,9% Staatenlos, 0,8% Serbien, 9,9% Sonstige.

Aufteilung Januar bis Ende Dezember 2015: 35,9% Syrien/Arabische Republik, 12,2% Albanien, 7,6% Kosovo, 7,1% Afghanistan, 6,7% Irak, 3,8% Serbien, 2,5% Eritrea, 2,1% Mazedonien, 2,7% Ungeklärt, 1,9% Pakistan, 17,5% Sonstige.

Bei den Top-Ten-Ländern im Jahr 2016 entfallen demnach nur noch weniger als 3 Prozent auf die Westbalkanstaaten. Im Vergleich: Ende 2015 war es mehr als ein Viertel.

Die Zahlen stammen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Anzahl der Rückführungen:

Bislang wurden über 1.500 Personen im Rahmen von wöchentlichen Sammelabschiebungen in ihre Heimatländer zurückgebracht. Das berichtete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am 24. Mai dieses Jahres.

Im Jahr 2015 schoben bayerische Behörden insgesamt 4.195 Ausländer ab. 13.400 Personen beendeten 2015 freiwillig ihren Aufenthalt in Bayern.

Anzahl unerlaubter Einreisen bzw. illegaler Aufenthalte in Bayern:

Januar 2016: 74.677
Februar 2016: 41.600
März 2016: 6.628
April 2016: 5.555
Mai 2016: 4.396

Das ergibt einen Gesamtjahreszugang von Januar bis April 2016 von 128.460. Diese Zahlen errechnen sich aus der Summe der Aufgriffe von Bundespolizei und Landespolizei sowie des Regelzugangs in Aufnahmeeinrichtungen in Bayern abzüglich der Fälle, in denen eine Einreise verweigert wurde.

Offene Asylverfahren:

Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sind derzeit noch über 400.000 Asylanträge im BAMF offen (Stand 24.05.2016) und warten auf ihre Bearbeitung. Tausende Asylanträge seien außerdem noch nicht gestellt.

Die Behörden haben im Jahr 2015 insgesamt über 280.000 Asylanträge beschieden. Ende Dezember 2015 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 364.664, davon 337.331 als Erstanträge und 27.333 als Folgeanträge (zum 31. Dezember 2014: 169.166 anhängige Verfahren, davon 150.257 Erst- und 18.909 Folgeanträge).

Die durchschnittliche Verfahrensdauer liegt bei 5,3 Monaten, wobei man nicht außer Acht lassen darf, dass sich viele Antragssteller schon Monate vor Antragsstellung im Land befinden.

Anerkennung von Asylbewerbern:

Im Jahr 2016 wurde laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bislang über 194.532 Asylanträge entschieden. 58,7% davon erhielten die Rechtsstellung als Flüchtline, darunter auch 608 Anerkennungen als Asylberechtigte. Darüber hinaus wurde 2,8% subsidiärer Schutz gewährt, bei 0,6% wurde ein Abschiebeverbot festgestellt. Insgesamt wurden damit 62,1% positive Entscheidungen von Januar bis April 2016 gefällt.

Im Jahr 2015 (Januar bis Dezember) wurde laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über 282.726 Asylanträge entschieden. 48,5% davon erhielten die Rechtsstellung als Flüchtlinge, darunter auch 2.029 Anerkennungen als Asylberechtigte. Darüber hinaus wurde 0,6% subsidiärer Schutz gewährt, bei 0,7% wurde ein Abschiebeverbot festgestellt. Insgesamt wurden damit 49,8% positive Entscheidungen von Anfang Januar bis Ende Dezember 2015 gefällt.

Nähere Informationen zu den Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge finden Sie hier.