Otto Lederer - Landtagskandidat 2013 Stimmkreis Rosenheim-West

Aktuelle Zahlen zum Thema Asyl - Stand Ende März 2016

Hauptherkunftsländer März16Das Thema Asyl beschäftigt nicht nur die Politiker in den Kommunen, im Bayerischen Landtag oder Bundestag. Es beschäftigt natürlich auch Sie, die Bürgerinnen und Bürger, vor Ort.

Um sachlich zu diesem Thema diskutieren zu können, biete ich Ihnen eine Grundlage mit Daten und Fakten aus dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr sowie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Herkunftsländer:

In der aktuellen Grafik sehen Sie die Hauptherkunftsländer der 176.465 Erstantragsteller von Januar bis März 2016. Im März kamen demnach über 59.000 Anträge neu hinzu. Im Jahr 2015 waren es insgesamt 441.899 Erstanträge.

Aufteilung im März 2016: 50,3% Syrien/Arabische Republik, 14,6% Irak, 11,4% Afghanistan, 4,7% Ungeklärt, 2,5% Iran/Islam. Republik, 1,9% Albanien, 1,6% Pakistan, 1,4% Eritrea, 0,9% Staatenlos, 0,8% Serbien, 9,9% Sonstige.

Aufteilung bis Ende Dezember 2015: 35,9% Syrien/Arabische Republik, 12,2% Albanien, 7,6% Kosovo, 7,1% Afghanistan, 6,7% Irak, 3,8% Serbien, 2,5% Eritrea, 2,1% Mazedonien, 2,7% Ungeklärt, 1,9% Pakistan, 17,5% Sonstige.

Bei den Top-Ten-Ländern im Jahr 2016 entfallen demnach nur noch weniger als 3 Prozent auf die Westbalkanstaaten. Im Vergleich: Ende 2015 war es mehr als ein Viertel.

Die Zahlen stammen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Anzahl der Rückführungen:

29 abgelehnte Asylbewerber mussten mit gestrigem Datum, 13.04.2016, Bayern in Richtung Kosovo verlassen. Mit der Sammelabschiebung vom Münchner Flughafen unter der Regie der Europäischen Grenzschutzagentur Frontex hat der Freistaat Bayern damit 2016 bayernweit mehr als 1.000 abgelehnte Asylbewerber in ihre Heimatländer zurückgeführt.

Bayerische Behörden schoben im Jahr 2015 4.195 Ausländer ab. 2016 mussten bereits knapp 700 Personen zwangsweise das Land verlassen. 13.400 Personen beendeten 2015 freiwillig ihren Aufenthalt in Bayern.

Anzahl unerlaubter Einreisen bzw. illegaler Aufenthalte:

Januar 2016: 74.677
Februar 2016: 41.600
März 2016: 6.628
 
Das ergibt einen Gesamtjahreszugang von Januar bis März 2016 von 122.905. Diese Zahlen errechnen sich aus der Summe der Aufgriffe von Bundespolizei und Landespolizei sowie des Regelzugangs in Aufnahmeeinrichtungen in Bayern abzüglich der Fälle, in denen eine Einreise verweigert wurde.
 
Offene Asylverfahren:
 
Die Behörden haben im Jahr 2015 über 280.000 Asylanträge beschieden. Ende Dezember 2015 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 364.664, davon 337.331 als Erstanträge und 27.333 als Folgeanträge (zum 31. Dezember 2014: 169.166 anhängige Verfahren, davon 150.257 Erst- und 18.909 Folgeanträge).

Zwischen 670 000 und 770 000 Fälle von Zuwanderern müssten derzeit noch bearbeitet werden, sagt der Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Frank-Jürgen Weise (Stand Februar 2016).

Die durchschnittliche Verfahrensdauer liegt bei 5,3 Monaten, wobei man nicht außer Acht lassen darf, dass sich viele Antragssteller schon Monate vor Antragsstellung im Land befinden.

Anerkennung von Asylbewerbern:

Im Jahr 2016 wurde laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über 150.233 Asylanträge entschieden. 61,6% davon erhielten die Rechtsstellung als Flüchtline, darunter auch 497 Anerkennungen als Asylberechtigte. Darüber hinaus wurde 0,9% subsidiärer Schutz gewährt, bei 0,6% wurde ein Abschiebeverbot festgestellt. Insgesamt wurden damit 62,8% positive Entscheidungen von Januar bis März 2016 gefällt.

Im Jahr 2015 (Januar bis Dezember) wurde laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über 282.726 Asylanträge entschieden. 48,5% davon erhielten die Rechtsstellung als Flüchtlinge, darunter auch 2.029 Anerkennungen als Asylberechtigte. Darüber hinaus wurde 0,6% subsidiärer Schutz gewährt, bei 0,7% wurde ein Abschiebeverbot festgestellt. Insgesamt wurden damit 49,8% positive Entscheidungen von Anfang Januar bis Ende Dezember 2015 gefällt.

Nähere Informationen zu den Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge finden Sie hier.