Otto Lederer - Landtagskandidat 2013 Stimmkreis Rosenheim-West

Aktuelle Zahlen zum Thema Asyl

Hauptherkunftsländer Juli16Das Thema Asyl beschäftigt nicht nur die Politiker in den Kommunen, im Bayerischen Landtag oder Bundestag. Es beschäftigt natürlich auch Sie, die Bürgerinnen und Bürger, vor Ort.

Um sachlich zu diesem Thema diskutieren zu können, biete ich Ihnen eine Grundlage mit Daten und Fakten aus dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr sowie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Herkunftsländer:

In der aktuellen Grafik sehen Sie die Hauptherkunftsländer der 468.762 Erstantragsteller von Januar bis Juli 2016. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 195.723 Erstanträge gestellt; dies bedeutet einen Anstieg der Antragszahlen um 139,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2015 waren es insgesamt 441.899 Erstanträge.

Aufteilung Januar bis Juli 2016: 41,8% Syrien/Arabische Republik, 16,9% Afghanistan, 14,1% Irak, 3,3% Iran/Islam. Republik, 2,8% Ungeklärt, 1,9% Eritrea, 1,9% Pakistan, 1,8% Albanien, 1,4% Russische Förderation, 1,3% Nigeria, 12,8% Sonstige.

Aufteilung Januar bis Ende Dezember 2015: 35,9% Syrien/Arabische Republik, 12,2% Albanien, 7,6% Kosovo, 7,1% Afghanistan, 6,7% Irak, 3,8% Serbien, 2,5% Eritrea, 2,1% Mazedonien, 2,7% Ungeklärt, 1,9% Pakistan, 17,5% Sonstige.

Bei den Top-Ten-Ländern entfallen demnach derzeit nur noch weniger als 2 Prozent auf die Westbalkanstaaten. Im Vergleich: Ende 2015 war es mehr als ein Viertel.

Die Zahlen stammen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Anzahl der Rückführungen:

Bislang wurden im Jahr 2016 bereits nahezu 2.100 Asylbewerber aus Bayern abgeschoben, mehr als 8.000 ausreisepflichtige Ausländer reisten freiwillig aus. Dies berichtete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am 29. Juli dieses Jahres.

Im Jahr 2015 schoben bayerische Behörden insgesamt 4.195 Ausländer ab. 13.400 Personen beendeten 2015 freiwillig ihren Aufenthalt in Bayern.

Anzahl unerlaubter Einreisen bzw. illegaler Aufenthalte in Bayern in 2016:

Januar: 74.677
Februar: 41.600
März: 6.628
April: 5.555
Mai: 4.396
Juni: 4.059
Juli:      3.333
 
Das ergibt einen Gesamtjahreszugang von Januar bis Juli 2016 von 140.248. Diese Zahlen errechnen sich aus der Summe der Aufgriffe von Bundespolizei und Landespolizei sowie des Regelzugangs in Aufnahmeeinrichtungen in Bayern abzüglich der Fälle, in denen eine Einreise verweigert wurde.
 
Offene Asylverfahren:
 
Ende Juli 2016 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 526.276, davon 510.193 als Erstanträge und 16.083 als Folgeanträge (Vormonat: 495.792 anhängige Verfahren; zum 30. Juli 2015: 254.559 anhängige Verfahren).

Die Behörden haben im Jahr 2015 insgesamt über 280.000 Asylanträge beschieden. Ende Dezember 2015 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 364.664, davon 337.331 als Erstanträge und 27.333 als Folgeanträge (zum 31. Dezember 2014: 169.166 anhängige Verfahren, davon 150.257 Erst- und 18.909 Folgeanträge).

Anerkennung von Asylbewerbern:

Im Jahr 2016 wurde laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bislang über 336.051 Asylanträge entschieden. 49,2% davon erhielten die Rechtsstellung als Flüchtline, darunter auch 1.054 Anerkennungen als Asylberechtigte. Darüber hinaus wurde 11,7% subsidiärer Schutz gewährt, bei 0,9% wurde ein Abschiebeverbot festgestellt. Insgesamt wurden damit 61,8% positive Entscheidungen von Januar bis Juli 2016 gefällt.

Im Jahr 2015 (Januar bis Dezember) wurde laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über 282.726 Asylanträge entschieden. 48,5% davon erhielten die Rechtsstellung als Flüchtlinge, darunter auch 2.029 Anerkennungen als Asylberechtigte. Darüber hinaus wurde 0,6% subsidiärer Schutz gewährt, bei 0,7% wurde ein Abschiebeverbot festgestellt. Insgesamt wurden damit 49,8% positive Entscheidungen von Anfang Januar bis Ende Dezember 2015 gefällt.

Nähere Informationen zu den Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge finden Sie hier.