Bildungsminister Ludwig Spaenle hat vor den Mitgliedern des Bildungsausschusses des Landtags betont, dass es in den kommenden fünf Jahren keine grundlegenden Eingriffe in die Schulstruktur geben werde: „Denn die Lehrkräfte an den Schulen brauchen einen verlässlichen Rahmen und die nötige Ruhe, um sich auf ihre Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen zu konzentrieren.“ Notwendig sei aber eine behutsame Weiterentwicklung: „Unter den Prinzipien von Qualität und Gerechtigkeit werden wir das Schulwesen behutsam weiterentwickeln und es fit machen für die Anforderungen der Zukunft. Denn wir wollen unseren jungen Menschen die bestmögliche Bildung mitgeben – ganzheitlich, fundiert und unabhängig vom Elternhaus“.
Ich begrüße diese Ankündigung sehr und freue mich auch darüber, dass er es als sein Ziel bezeichnet hat, den bisher beschrittenen Weg weiterzugehen und vor allem die individuelle Förderung unserer jungen Menschen weiter auszubauen. Dazu gehöre auch, diesen individuelle Lernzeit anzubieten: „Ich möchte den Kindern und Jugendlichen die Zeit geben, die sie für ihr persönliches Bildungsziel brauchen“. Dabei spiele die Ausweitung der Flexiblen Grundschule ebenso eine Rolle wie die zusätzlichen Förderangebote am Gymnasium und der konsequente, bedarfsgerechte Ausbau der Ganztagsschulen an allen allgemein bildenden Schularten.
 
Neue Lehrpläne: Mehr Kompetenzorientierung
 
Eine Weiterentwicklung hin zur mehr Kompetenzorientierung soll laut Ludwig Spaenle die neue Lehrplangeneration bringen, die derzeit entwickelt werde. Zunächst solle der neue Lehrplan der Grundschule „LehrplanPLUS“ ab dem Schuljahr 2014/2015 sukzessive für die vier Jahrgangsstufen eingeführt werden. Dieser soll auch gewährleisten, dass die Lehrpläne der weiterführenden Schulen nahtlos an die Inhalte der Grundschule anschließen können.
 
„Bildung bei den Menschen lassen, Bildung zu den Menschen bringen“
 
Ludwig Spaenle betonte, er lasse sich bei seiner Bildungspolitik von dem Motto leiten: „Bildung bei den Menschen lassen, Bildung zu den Menschen bringen“. Dazu gehöre, gleichwertige und wohnortnahe Bildungsangebote auf dem Land und in der Stadt sicherzustellen und weiterzuentwickeln. Den bestehenden rechtlich selbständigen Grundschulen gab er eine Bestandsgarantie. Diese Aussagen sind eine wirklich gute Nachricht für die Schülerinnen und Schüler im ländlichen Raum, zu dem ja auch der Stimmkreis Rosenheim-West gehört.
Auch die Integration der jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte oder die Inklusion, den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne verstärktem Förderbedarf, will unser bayerischer Bildungsminister in den kommenden Jahren weiterhin in den Blick nehmen: „Wir gehen diese Herausforderungen weiter an.“
 
Als Mitglied des Bildungsausschusses freue ich mich, an der Umsetzung dieser Ziele mitarbeiten zu können!