Tüfteln ist nicht nur etwas für Jungs. Das lernen die Kinder im Katholischen Pfarrkindergarten St. Katharina in Pfaffing schon von klein auf. Das ist den Erzieherinnen dort auch sehr wichtig, wie sie dem CSU-Landtagsabgeordneten und Bildungspolitiker Otto Lederer sowie Pfaffings Bürgermeister Lorenz Ostermaier nun bei einem Besuch erklärten. Dahinter steckt ein besonderes Konzept zur frühkindlichen Erziehung, das es im Landkreis Rosenheim bislang nur zweimal in dieser zertifizierten Form gibt.

Pfaffing und das Weltall:

„Haus der kleinen Forscher“ nennt sich eine Initiative der IHK für München und Oberbayern, die den Katholischen Pfarrkindergarten im vergangenen Jahr bereits das zweite Mal auszeichnen konnte. Damit dieser Titel erhalten werden kann, wird vom Kindergarten jedes Jahr ein neues, wissenschaftliches Projekt angepackt. In diesem Jahr beschäftigen sich die Mädchen und Buben mit dem Weltall und unserem Planetensystem sowie speziell mit unserem Heimatplaneten Erde. Über das Jahr hinweg überlegen sich die Erzieherinnen ganz genau, wie sie die Neugierde der Kinder dafür wecken können. „Dies soll ganz allgemein sehr spielerisch erfolgen“, erklärt Anita Schumann, Kita-Verwaltungsleitung von der Katholischen Kirchenstiftung St. Nikolaus Albaching.

Über die Einzelheiten wissen Gabi Vogl, die Kindergartenleitung, und Evi Berger, Erzieherin im Pfarrkindergarten, Bescheid. Sie sind es, die sich immer wieder neue Projekte für die Kinder ausdenken. „So versuchen wir zum Beispiel den Kindern zu zeigen, wie unser Sonnensystem funktioniert, weshalb es manchmal Tag und manchmal Nacht ist“, erklärt Evi Berger. Dies sei mit ganz einfachen Möglichkeiten möglich (siehe Bild).

„Die Kinder müssen wissen, was es in unserer Umwelt zu schützen gibt!“

Geht es um die Planeten im Einzelnen, wie die Erde, spielen aber auch Themen, wie Müll und Nachhaltigkeit, eine ganz große Rolle, sagt Gabi Vogl: „Die Kinder müssen wissen, was es in unserer Umwelt zu schützen gibt. Deshalb gehen wir mit den Kindern auch in den Wald, damit sie dort den Umgang mit den Bäumen, Pflanzen und den Waldbewohnern, wie zum Beispiel Ameisen, Käfer und Spinnen, lernen können.“

MdL Lederer: Nachwuchsförderung im MINT-Bereich wichtig

Otto Lederer, der Stellvertretender Vorsitzender im Arbeitskreis Bildung der CSU-Landtagsfraktion ist, lobte das nicht selbstverständliche Engagement in Pfaffing: „Wir brauchen dringend Nachwuchs für Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, den sogenannten MINT-Fächern. Ich würde mir deshalb wünschen, dass eine spielerische Förderung der Kinder im MINT-Bereich grundsätzlich schon im Kindergarten beginnt und in allen weiteren Schularten konsequent weitergeführt wird, damit das Interesse nicht abreisst.“ Nur so könne einem Mangel an qualifizierten Fachkräften in den genannten Bereichen entgegengesteuert werden. „Besonders freut es mich aber“, ergänzt Lederer, „dass es in Pfaffing wohl sehr viele kleine Forscher unter den Mädchen gibt, die mit heller Freude „wissenschaftliche“ Experimente machen!“ Denn Frauen seien im MINT-Bereich immer noch viel zu selten vertreten, so Lederer abschließend.

Nur zwei Kindergärten im Landkreis zertifiziert:

Neben dem Katholischen Pfarrkindergarten St. Katharina in Pfaffing wurde im vergangenen Jahr lediglich das Rosenheimer Haus für Kinder Villa Kunterbunt ebenfalls als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet. Ohne die zeitaufwändige und qualitativ hochwertige Zertifizierung sind über 70 Einrichtungen in Stadt und Landkreis Rosenheim in der Initiative aktiv.

Der Förder- und Kulturverein Schloss Amerang e.V. erhält für die Uraufführung der Oper “Persepolis“ 17.700 Euro aus dem diesjährigen Kulturfonds. „Damit können wir das Kulturangebot unserer Region um eine weitere Facette bereichern. Der Freistaat zeigt sich mit der Förderung aus dem Kulturfonds auch in diesem Jahr wieder als ein verlässlicher Partner in der Kulturförderung“, so die Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner und Otto Lederer. Der Kulturfonds ist als Landesleistung bundesweit bislang einzigartig.

Über die Verteilung der Mittel in Höhe von über 6,5 Millionen Euro im Bereich Kunst hat heute der Ausschuss für Wissenschaft und Kunst beraten und der Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen beschlossen. Damit können in diesem Jahr 140 Kulturprojekte in ganz Bayern gefördert werden, freut sich Klaus Stöttner, der zugleich Schirmherr der diesjährigen Festspiele auf Schloss Amerang ist.

Rund 2,5 Millionen Euro bekommen die nichtstaatlichen Museen für verschiedenste Ausstellungen und Bau-Projekte. Weitere wichtige Förderbereiche sind die Musikpflege mit rund 1,3 Millionen Euro, die Theater mit rund 608.400 Euro und die Zeitgenössische Kunst mit 905.460 Euro. Der Bereich Archive, Bibliotheken und Literatur erhält 602.400 Euro und 192.600 Euro gehen an Laienmusikvereine für ihre Baumaßnahmen an Proberäumen. In der Denkmalpflege werden zwei Vorhaben mit 119.100 Euro weitergefördert. Für Kulturzentren stehen 133.900 Euro und für sonstige kulturelle Veranstaltungen 146.400 Euro bereit. Der Internationale Ideenaustausch wird heuer mit 9.000 Euro bedacht.

„Unser bayerischer Kulturfonds ermöglicht es kulturbegeisterten Bürgerinnen und Bürgern im ganzen Land, mit ihren Ideen und ihrer Kreativität das öffentliche Leben ihrer Heimat aktiv mitzugestalten“, freut sich Otto Lederer.

Eine wichtige Nachricht an die Kulturschaffenden für das nächste Jahr:

Neu am Verfahren ist, dass die Antragsfrist um einen Monat von 1. November auf 1. Oktober des Vorjahres vorverlegt wurde. Für Vorhaben in 2020 gilt also der Stichtag 1. Oktober 2019. Damit wird auf die Tatsache Rücksicht genommen, dass zahlreiche kulturelle Veranstaltungen schon in der ersten Jahreshälfte stattfinden. Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst wird die Kulturschaffenden über die Verlegung des Termins noch einmal auf geeigneten Informationskanälen informieren.

Für den Neubau der Polizeiinspektion (PI) in Wasserburg am Inn hat der Bayerische Landtag am Donnerstag, den 16. Mai 2019, einen großen Meilenstein gesetzt. „Mit Abschluss der Haushaltsverhandlungen 2019/2020 im Bayerischen Landtag wurden rund 1,9 Millionen Euro für den Neubau eingestellt und beschlossen“, freut sich der CSU-Landtagsabgeordnete Otto Lederer.

Planung und Baubeginn:

Mit den Geldern, die sich in 350.000 Euro für die Planung und 1,5 Millionen Euro für den Baubeginn unterteilen, könne das Arbeitsumfeld für die Polizistinnen und Polizisten vor Ort an die modernen Arbeitsanforderungen und Sicherheitsstandards angepasst werden, so Lederer. Der Baubeginn der PI in Wasserburg am Inn wird im Jahr 2020 angestrebt, Fertigstellung des Gebäudes wäre dann Ende 2021.

Der Landtagsabgeordnete Otto Lederer hatte sich bereits in den vergangenen Jahren immer wieder für einen Neubau der PI in Wasserburg beim Bayerischen Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, Joachim Herrmann, persönlich eingesetzt.

Der CSU-Landtagsabgeordnete Otto Lederer ruft alle Einrichtungen, Betriebe und Institutionen, die sich im Landkreis Rosenheim für die Inklusion von Menschen mit Behinderung einsetzen, zur Bewerbung um den miteinander-Preis „Inklusion in Bayern“ auf. „Ich weiß, dass es in unserer Heimat viele vorbildliche Inklusionsprojekte für Menschen mit Behinderung gibt. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn sich möglichst viele von ihnen bewerben“, erklärt Lederer.

Ein wichtiges Ziel des bayerischen miteinander-Preises sei es auch, so sein Landtagskollege Klaus Stöttner weiter, gelungene Inklusionsprojekte einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen: „Diese positiven Beispiele sollen allen Menschen zeigen, was Inklusion in der Praxis bedeutet: nämlich dass Menschen mit und ohne Behinderung miteinander leben und arbeiten, lernen und wohnen – und zwar von Anfang an.“

7-fache Goldmedaillengewinnerin Anna Schaffelhuber ist Schirmherrin

Der Preis wird vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales verliehen und steht unter der Schirmherrschaft von Anna Schaffelhuber, der siebenfachen Goldmedaillengewinnerin bei den Winterparalympics. Weitere Unterstützer sind der Bayerische Landesbehindertenrat, das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus, sowie SAT.1 Bayern und Antenne Bayern.

Bewerbungen sind bis 12. Juli möglich

Für den miteinander-Preis können Projekte aus allen Lebensbereichen eingereicht werden, die mit viel Engagement eine lebendige Inklusion von Menschen mit Behinderung in Bayern stützen. Alle Informationen und Bewerbungsunterlagen finden sich unter www.stmas.bayern.de/wettbewerbe/miteinander-preis.

Aus jedem Regierungsbezirk wählt eine Jury unter dem Vorsitz von Sozialministerin Kerstin Schreyer ein Inklusionsprojekt aus, das mit 2.000 Euro prämiert wird. Insgesamt ist der Miteinander-Preis mit 14.000 Euro dotiert.

Bewerbungsschluss ist der 12. Juli 2019. Die Preisverleihung ist für den 11. November geplant.

Zahlreiche leuchtende Kinderaugen haben am Dienstag, den 14. Mai 2019, den Landtagsabgeordneten Otto Lederer und Oberaudorfs Bürgermeister Hubert Wildgruber empfangen. Die beiden Politiker haben sich zum „Tag der Kinderbetreuung“ im Integrativen Haus für Kinder „Schatztruhe“ unter anderem über pädagogische Erziehung sowie die Entwicklung der Kinderbetreuung vor Ort informiert. Geführt wurden Lederer und Wildgruber von der Kindergartenleitung Ute Peter (siehe Bild).

In der Schatztruhe wird nach dem situationsorientierten Ansatz gearbeitet, es werden vermehrt Ansätze der Reggio-Pädagogik in das Konzept des Kindergartens „Schatztruhe“ eingearbeitet. Diese stammt aus der italienischen Stadt Reggio Emilia und wurde in den 1970er Jahren entwickelt. Wie Ute Peter beim Rundgang durch den Kindergarten erklärt, spielt hierbei die Erziehung der Kinder zur Eigenständigkeit eine große Rolle. Dazu verwenden die Erzieherinnen und Erzieher unter anderem das Zusammenspiel von Farben und Licht sowie eine ausgewogene Mischung aus Naturmaterialien und pädagogischem Beschäftigungsmaterial.

Bei vielen Eltern findet dieses Konzept, das auch die Teilhabe von Integrationskindern beinhaltet, Zuspruch. Deshalb stehen derzeit auch 12 Eltern mit ihren Kindern auf der Warteliste. Um hier etwas mehr Luft zu schaffen, errichtet die Gemeinde Oberaudorf bald ein neues Gebäude für einen weiteren Kindergarten.

Im Kindergarten Schatztruhe werden derzeit über 100 Kinder tagsüber von 22 Betreuern versorgt.

Der Rosenheimer Landtagsabgeordnete Otto Lederer ist am Samstag, den 04.05.2018, erneut zum Vorsitzenden des AKS in Bayern gewählt worden. Lederer bedankte sich bei den Mitgliedern für das Vertrauen, das ihm für weitere zwei Jahre geschenkt wird. „Der AKS ist ein wachsender Arbeitskreis, mit fast 2000 Experten aus Schule und Bildung. Es ist eine große Ehre und eine große Verantwortung diesem weiter vorzustehen.“ Die Vorstandsarbeit der vergangenen zwei Jahre wurde bei der Wiederwahl Lederers mit einer 100-prozentigen Zustimmung der Delegierten honoriert. „Viel Zeit zur Freude über dieses wunderbare Ergebnis bleibt nicht“, so der ehemalige Gymnasiallehrer. „Angesichts der vielen Herausforderungen im Bildungsbereich dürfen wir als AKS nicht lockerlassen. Wir wollen die Arbeit des neuen Kultusministers Prof. Dr. Piazolo besonders aufmerksam und konstruktiv kritisch begleiten.“

Zu seinen Stellvertretern wurden die ehemalige Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner, Dr. Markus Köhler und Ludwig Zellner wiedergewählt. Ingrid Heckner bringt als ehemalige Ausschuss-vorsitzende für Fragen des öffentlichen Dienstes des Bayerischen Landtags viel Erfahrung und Fachwissen in beamtenrechtlichen Fragen mit. Mit Dr. Köhler als Schulleiter und Ludwig Zellner als Mitglied der Schulleitung hat der AKS zudem zwei erfahrene Mitglieder im Team, die in schulpolitischen Fragen und im Tagesgeschehen „Schule“ immer mit Rat und Tat zur Seite ste-hen. Als Schatzmeister wurde der mittelfränkische Abgeordnete Manuel Westphal bestätigt. „Der AKS ist das große und starke bildungspolitische Gremium in der CSU. Wir sind innerhalb der Schulfamilie der große, politische Verband, wenn es um schulpolitische Fragestellungen und Weiterentwicklungen des bayerischen Bildungssystems geht. Mit meinem starken Team können wir unsere wichtige Arbeit gut fortsetzen“, fasste der Landesvorsitzende zusammen.

Hahn: Expertenwissen der Mitglieder nutzen

Der stellvertretende CSU-Generalsekretär Florian Hahn war zur AKS-Landesversammlung gekommen, um den aktuellen CSU-Reformprozess vorzustellen, aber auch den Mitgliedern des AKS für das Engagement zu danken. „Die Parteiführung, vor allem der Parteivorsitzende Dr. Markus Söder, hat ein enormes Interesse an der Arbeit der Parteigliederungen – insbesondere auch am AKS“, betonte Hahn in seinem Eingangsstatement. Es gelte die Expertise der AKS-Mitglieder in die kommende Parteiarbeit noch stärker einzubinden. Auf die aktuellen Themen kommend, sprach er auch die Diskussion um „Fridays for future“ an: „Die Schulleitungen wer-den von Kultusminister Piazolo allein gelassen. Hier geht es nicht um eine Positionierung für oder gegen das Engagement vieler Jugendlicher, sondern schlichtweg um die Durchsetzung geltenden Rechts.“

Antragsberatung in der Landesversammlung 2017

Am Nachmittag beschäftigte sich der AKS in seiner Landesversammlung mit insgesamt 20 An-trägen. Die Anträge wurden in der Versammlung durch die Antragsleiterin Frau Heckner aus-führlich vorgestellt, beraten und mit allen Teilnehmern diskutiert. Das Ergebnis der Abstim-mung durch die Landesversammlung kann auf der Homepage des AKS eingesehen werden: http://www.csu.de/partei/parteiarbeit/arbeitskreise/aks/

Die weiteren Gewählten im neuen AKS-Landesvorstand sind: Erste Schriftführerin Kerstin Haferkorn mit ihrer neuen Stellvertreterin Cornelia Klocke-Lipinski. Der Block der Bezirksvorsitzen-den, bzw. deren Vertreter wird von Beate Meyer, Bärbel Ebner, Diana Königer, Josef Gruber, Werner Fuchs, Alexandra Breun, Barbara Regitz, MdL, Klaus Saar, Martin Rister und Astrid Mül-ler-Menacher gebildet. Zudem wurden weitere 17 Beisitzer gewählt: Florian Basel, Michaela Dormann, Christian Zeißner, Beate Altmann, Michael Obst, Nathan Sauter, Dankel Frank, Jörg Meier, Dr. Anton Hochberger, Gerlinde Mathes, Lucie Metz, Bianca Schmid, Roland Kufner, Birgit Hainz, Dr. Andreas Kratzer, Wolfgang Lamprecht und Michael Niedermair.

„In der Gemeinde Kiefersfelden wird Inklusion nicht nur diskutiert, sondern auch gelebt“, erklärt der CSU-Landtagsabgeordnete Otto Lederer. Jüngstes Beispiel dafür ist das Heimatmuseum „Blaahaus“. Damit auch Menschen mit Handicap dieses Museum weiter besuchen können, hat die Gemeinde einen Zuschuss zum barrierefreien Umbau bei der Bayerischen Landesstiftung beantragt, berichtet Lederer. „Auch die Stiftung ist davon überzeugt, dass das Heimatmuseum in Kiefersfelden überregionale Bedeutung hat und hat deshalb heute einen Zuschuss in Höhe von 6.500 Euro genehmigt“, freut sich der Abgeordnete.

Zu einem Arbeitsgespräch zum Volksbegehren Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern „Rettet die Bienen!“ hat nun der CSU-Landtagsabgeordnete Otto Lederer in den Landgasthof zur Post nach Ostermünchen eingeladen. Dabei hatten rund 40 Landwirte die Möglichkeit, ihre Meinung zu äußern und Anregungen für das geplante Begleitgesetz zum Volksbegehren einzubringen. Diese nahm vor Ort der Stellvertretende Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag, Martin Schöffel, MdL, entgegen, der auch Mitglied des Runden Tisches zum Volksbegehren ist.

Die anwesenden Vertreter aus dem Bayerischen Bauernverband, dem Maschinenring sowie aus dem Arbeitskreis Ernährung, Landwirtschaft und Forsten der CSU sowie weitere Bäuerinnen und Bauern hatten mehr als drei Stunden Zeit, Schöffel darzulegen, wie sich das Volksbegehren auf die Landwirtschaft in der Region Rosenheim auswirken wird. Die wichtigsten Punkte hierbei waren unter anderem Themen wie Mahdzeitpunkt, Walzverbot für Grünlandflächen und Streuobstwiesen als Biotop.

Zum Mahdzeitpunkt:

Bezüglich des Mahdzeitpunktes äußerte sich Martin Schöffel ganz klar: „Die Zielvorgaben zum späteren Mahdzeitpunkt werden wir durch freiwillige Programme erreichen.“ Deshalb werde es sich bei der Festlegung des Mahdzeitpunktes um eine landesweite Zielvorgabe handeln, die nicht von jedem Einzelbetrieb eins zu eins umzusetzen sei.

Walzverbot für Grünlandflächen:

Der zweite strittige Punkt betraf das Walzverbot für Grünlandflächen zum Schutz von Bodenbrütern. Wie Otto Lederer sagt, widerspreche die strikte Terminsetzung des 15. März in vielen Gebieten Bayerns der guten fachlichen Praxis. Es wäre sinnvoller, so Lederer weiter, hier über andere Parameter, wie zum Beispiel die Höhe des Grüngutes, nachzudenken. Wie Schöffel berichtet, hätten selbst die Initiatoren des Volksbegehrens geäußert, dass eine feste Terminsetzung nicht der richtige Weg sei. „Deshalb muss eine Regelung gefunden werden, dass im Frühjahr, bevor die Vegetation beginnt, gewalzt werden darf und nach der ersten Mahd“, so Schöffel.

Streuobstwiesen als Biotop:

Viel diskutiert wurde im Gespräch auch die Ausweisung von Streuobstwiesen als Biotop. Eine generelle und grundsätzliche Einstufung aller Streuobstwiesen ab 2.500 qm Fläche lehnten die Anwesenden ab. Hier müsse es dringend Ausnahmen geben. „Dabei steht auch nicht die Problematik der Pflege oder des geldwerten Ausgleichs im Vordergrund, sondern die drohende Enteignung hofnaher Flächen“, erklärt Lederer. Dies würde zur Folge haben, dass sich viele Betriebe nicht mehr zukunftsfähig entwickeln könnten, sagt er. Dies könne jedoch aber nicht Ziel des Volksbegehrens sein.

Grundsätzlich zeigten sich die anwesenden Bäuerinnen und Bauern offen für den Artenschutz. Kritik gab es weitestgehend dafür, dass das Volksbegehren einseitig die Landwirtschaft ins Visier nähme und die gesamtgesellschaftliche Dimension des Artenschutzes außer Acht lasse. Darüber hinaus würde die Vielzahl an fachfremden und praxisuntauglichen Rahmenbedingungen, die das Volksbegehren vorgebe, dafür sorgen, dass sich immer weniger junge Landwirte für einen Beruf in der Landwirtschaft entscheiden würden. „Wir werden subventionsabhängige Landschaftsgärtner“, hieß es aus den Reihen. Wie Martin Schöffel hierzu äußerte: „Ich erwarte, dass die Bundeskanzlerin, Bayerns Ministerpräsident und die Bundesagrarministerin klare Worte für die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland finden. Die Gesellschaft muss ihr Verhältnis zur Landwirtschaft grundsätzlich überdenken!“ Denn, dass die Regale in den Supermärkten voll seien, sei nicht gottgegeben, so Schöffel.

Nicht zum Vergnügen, sondern zum Arbeiten war ein Teil der oberbayerischen CSU-Landtagsabgeordneten rund um Landtagspräsidentin Ilse Aigner kurz vor Ostern in Südtirol. So nutzten die beiden CSU-Abgeordneten aus Ebersberg und Rosenheim, Thomas Huber und Otto Lederer, die Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem zuständigen Landesrat für Mobilität, Daniel Alfreider, an dem auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner und die stv. Vorsitzende des AK Bauen, Wohnen, Verkehr, Ulrike Scharf, MdL, teilnahmen. Ziel war es, wichtige Themen beim Bau der Zulaufstrecken des Brenner-Basistunnels zu besprechen und gemeinsame Forderungen an die EU zu stellen. „Unser Austausch hat gezeigt, dass Südtirol und Oberbayern beim Brenner-Basistunnel mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind. Gerade auf EU-Ebene macht es viel Sinn, unsere Interessen zu bündeln“, kommentierte der Ebersberger Stimmkreisabgeordnete Thomas Huber die Gespräche.

Von zentraler Bedeutung ist für Thomas Huber dabei der Lärmschutz entlang der Zulaufstrecken. Besonders für die Bahnlinie Trudering-Rosenheim ist eine mittelfristige Verdopplung des Güterverkehraufkommens zu befürchten. „Es kann nicht angehen, dass Teile dieser Strecke lediglich mit Schienensteg-Dämpfern versehen werden, die nur eine begrenzt lärmmindernde Wirkung aufweisen. Für die Zulaufstrecken benötigen wir einen Voll-Lärmschutz, wie er auch bei neuen Trassen gebaut werden würde“, äußert sich Thomas Huber zu den bisherigen Plänen, die ihn nicht zufrieden stellen und ergänzt: „Durch die geplante Blockverdichtung muss der Streckenabschnitt Trudering-Rosenheim wie ein Neubau der Strecke gewertet werden und entsprechende Lärmschutz-Maßnahmen zwingend erhalten.“ Thomas Huber erwartet vom Bundesverkehrsminister, dass dieser der freundlichen Einladung aus Ebersberg (siehe Schreiben des Landrats vom 12.4.19) persönlich folgt und dabei auch Lösungsvorschläge unterbreitet!

Für den Rosenheimer Landtagsabgeordneten Otto Lederer stellt neben der Lärmsanierung der Bestandsstrecke vor allem die Planung der zweigleisigen Neubautrasse eine große Herausforderung für die Rosenheimer Region dar. Aus seiner Sicht kommt im Inntal nur eine Tunnellösung in Frage, ähnlich wie es die Österreicher in Tirol vorgemacht haben. Hier wurden rund 80% der Neubaustrecke untertunnelt. Lederer und Huber fordern einen ähnlichen Standard auch auf bayerischer Seite. „Es kann nicht sein, dass unsere Einwohner Bürger zweiter Klasse sind. Auch wir wollen unsere Heimat lebenswert erhalten. Deshalb verlangen wir eine weitestgehend unterirdische Trassenplanung im Inntal und darüber hinaus“, so Otto Lederer. “Nur wenn wir eine für Mensch und Natur verträgliche Lösung unserer Verkehrsentwicklung finden, können wir unsere Landschaft von Kiefersfelden bis Grafing-Bahnhof vor unnötiger Verbauung und Zerschneidung schützen”, sind sich die beiden Landtagsabgeordneten einig.

Darüber hinaus ging es in den Gesprächen auch um Finanzierungsfragen der Eisenbahnachse München – Verona. Die Verbindung ist Teil des transeuropäischen Skandinavien-Mittelmeer-Korridors, ihr Ausbau gehört zu den wichtigsten europäischen Verkehrsprojekten. Hier ist sowohl für die beiden oberbayerischen Abgeordneten als auch für den Südtiroler Daniel Alfreider klar, dass bei der Planung der Neubaustrecken wo auch immer möglich, eine Untertunnelung in Betracht gezogen werden sollte, und die EU einen entscheidenden Teil mitfinanzieren müsse.

Auf dem Bild von links: Ulrike Scharf (MdL ED), Otto Lederer (MdL Ro), Daniel Alfreider (Landesrat Südtirol), Thomas Huber (MdL EBE) und Ilse Aigner (Landtagspräsidentin).

Im Freistaat Bayern setzt sich fast jeder Zweite ehrenamtlich für das Zusammenleben und unsere Gesellschaft ein – an unterschiedlichen Stellen und in den verschiedensten Formen. Um die Vielfalt dieses großartigen bürgerschaftlichen Engagements zu würdigen, vergibt der Bayerische Landtag jährlich seinen Bürgerpreis. Dieses Jahr steht der Preis unter dem Leitthema: „Rette uns wer kann! – Nachwuchs und neue Ideen für die ehrenamtlichen Rettungskräfte“. Dies teilen die Abgeordneten Otto Lederer und Klaus Stöttner mit.

Das ehrenamtliche Engagement in den Rettungsdiensten erfordert nicht nur enorme und langfristige Einsatzbereitschaft, sondern auch große Zuverlässigkeit. Zudem müssen Rettungskräfte leider immer öfter mit zusätzlichen Schwierigkeiten kämpfen – etwa, wenn sie ihrer Arbeit zunehmend im Scheinwerferlicht von Handykameras nachkommen und sich oft auch noch gegen Schaulustige zur Wehr setzen müssen. Gleichzeitig sind die in vielen Bereichen gestiegenen Anforderungen etwa im Beruf für viele Menschen ein Hinderungsgrund, sich dauerhaft in einem klassischen Ehrenamt zu engagieren.

Herausforderung Nachwuchs und Verstärkung für die Rettungsdienste

Weiterhin ausreichend ehrenamtlichen Nachwuchs und Verstärkung für die Rettungsdienste zu gewinnen, ist daher eine echte Herausforderung, die kreative Ideen erfordert. Dabei gibt es neben einer attraktiven Kinder- und Jugendarbeit auch viele gesellschaftliche Gruppen, die noch stärker als bisher angesprochen werden können: So sind etwa Frauen bislang noch deutlich unterrepräsentiert, für Migrantinnen und Migranten kann ein Ehrenamt im Rettungsdienst eine gute Möglichkeit sein, sich in die Gesellschaft zu integrieren, und auch Seniorinnen und Senioren wollen sich oft noch mit ihrem Wissen und ihrer Kreativität im Ehrenamt einbringen.

Ihr Rettungsdienst hat besondere Ansätze entwickelt, um Menschen aller Generationen und Gesellschaftsgruppen als Nachwuchs für den ehrenamtlichen Einsatz zu gewinnen? In Ihrem Bereich gibt es neue Ideen, damit die ehrenamtliche Arbeit in den Rettungsdiensten auch weiterhin attraktiv bleibt? Diese neuen Ideen werden bereits in ersten Schritten konkret umgesetzt? Dann freut sich der Bayerische Landtag sehr auf Ihre Bewerbung für den diesjährigen Bürgerpreis des Bayerischen Landtags!

Ein Beirat unter Vorsitz von Landtagspräsidentin Ilse Aigner ruft entsprechende ehrenamtliche Projekte und Bündnisse dazu auf, sich bis zum 3. Mai 2019 um den Bürgerpreis des Bayerischen Landtags 2019 zu bewerben. Der Preis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert, wobei das Preisgeld auch auf mehrere Preisträger aufgeteilt werden kann. Die Preisträger werden im Rahmen einer feierlichen Verleihung im Maximilianeum am 17. Oktober 2019 ausgezeichnet.

Alle Informationen rund um die Bewerbung finden Sie auf der Internetseite www.buergerpreis-bayern.de oder Sie wenden sich an Frau Agnes Schlie, Bayerischer Landtag | Landtagsamt, Maximilianeum, 81627 München, Tel. 089/4126-2722, Fax. 089/4126-1722 oder buergerpreis-bayern2019@bayern.landtag.de.